Sally Perel liest am Leonhard-Wagner-Gymnasium

Vermutlich hätten es sich die Schülerinnen und Schüler der letztjährigen 9d nicht träumen lassen, dass sie nach dem Lesen des Bestsellers Ich war Hitlerjunge Salomon nur wenige Monate später dem Autor direkt gegenüber sitzen würden. Doch dank der Initiative einer Schülerin, die Sally Perel schlicht fragte, ob er nicht einmal an unsere Schule kommen möchte, saß der Autor im Oktober plötzlich vor einer prall gefüllten Mensa um aus seiner Autobiographie vorzutragen. Wer einen trockenen Vortrag befürchtete wurde schnell eines besseren belehrt: Der rhetorisch noch immer außergewöhnlich gewandte 90-jährige Autor garnierte seinen Vortrag mit unzähligen Anekdoten aus seinem Leben als jüdischer Hitlerjunge. So durften sich auch die Lehrer verwundert die Augen gerieben haben, als sie ihre Schülerinnen und Schüler für drei Stunden absolut aufmerksam und still erlebten. Gebannt folgten die Anwesenden dem Autor und seinen spannenden sowie sehr bewegenden Ausführungen, die einen sehr persönlichen und stets objektiven Zugang zu einer Zeit erlaubten, von der man nur noch sehr selten aus ersten Hand erzählt bekommt. Perels wichtige Bitte, seine Geschichte weiterzutragen und damit sein Wissen und seine Erlebnisse am Leben zu erhalten, erübrigte sich, denn jeder hatte nach diesem Vortrag eine ganze Menge zu Hause zu erzählen...

Weitere Informationen und ein Interview mit dem Autor finden Sie in der nächsten Ausgabe des Breitweg Mikrophons.

Grand Hotel Las Vega$ - Schülerinnen und Schüler des LWG sind dabei!!!

„Mach mit!“ – Das war die Aufforderung der Patsy&Michael Hull Foundation, an mehr als 30 Tanzschulen in ganz Deutschland, an einem einzigartigen Inklusionsprojekt, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird,  teilzunehmen. An zehn Aufführungsorten wurde dann für den großen inklusiven Auftritt trainiert, unter anderem auch in Schwabmünchen. Sechs Schülerinnen und Schüler aus der letztjährigen 10. Jahrgangsstufe waren bereit, fast ein Jahr lang in ihrer Freizeit Menschen mit Behinderung aus dem Dominikus-Ringeisen-Werk zu betreuen, mit ihnen zu tanzen und den Auftritt auf der Musicalbühne zu üben. Von der Tanzschule Trautz und Salmen wurden sie nicht nur angeworben, sondern auch professionell trainiert, um dann mit dem Stammensemble, das ebenfalls aus nichtbehinderten und behinderten besteht, zu zeigen, was in der langen Probephase erarbeitet wurde.

Das Ergebnis war ein Riesenerfolg. Schon in der Schülervorstellung am Vormittag, die die Theatergruppe von Frau Ammer besuchte, war die Begeisterung aller Beteiligten und auch des Publikums deutlich zu spüren. Noch fulminanter war dann die Abendvorstellung in der Kongresshalle Augsburg.

Auf der Bühne stehen am Schluss 200 Mitwirkende mit und ohne Handicap, die buchstäblich „gelebte Inklusion“ zeigen und den sichtlichen Erfolg dieses „Experimentes“ genießen.

Die Schülerinnen Nina Mayer, Evelyn Leis, Daniela und Katja Weinig und die Schüler Niklas Reiter und Richard Dieckmann aus der jetzigen Q11 und Q12 verdienen besondere Anerkennung für ihr Engagement in diesem außergewöhnlichen Projekt, bei dem sicher Berührungsängste abgebaut wurden und das Gefühl von Gemeinschaft und Gleichberechtigung aufgebaut werden konnte.

Herzlichen Dank dafür!