Lernort Staatsregierung

 

Die Bayerische Staatsregierung bietet über die bayerische Landeszentrale einen Informationstag „Lernort Staatsregierung“ für Schülerinnen und Schüler an, der einen Einblick vor Ort in die Aufgaben und Arbeitsweisen der Staatsregierung als exekutive Kraft geben soll.

Es ist immer eine spannende Sache, sich in persönlichen Gesprächen einen Überblick über politische Entscheidungsprozesse am Ort des Geschehens verschaffen zu können, zumal man ja ansonsten kaum die Möglichkeit hat, die Staatskanzlei oder einzelne Ministerien von „Innen“ kennenzulernen.

Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass dieses Angebot bayernweit sehr gefragt ist und nicht immer alle Anfragen seitens der einzelnen Schulen berücksichtigt werden können. Umso erfreulicher ist es, dass Teile der Q11 nun die Möglichkeit hatten, einen Tag hinter die „Kulissen“ der bayerischen Staatskanzlei blicken zu dürfen.

Unsere erste Etappe war das Justizministerium. Nachdem wir alle die Sicherungskontrollen überstanden hatten, sind wir zunächst mit Getränken und einer Brotzeit von Frau Oertel (Polit. Landeszentrale) in Empfang genommen und begrüßt worden. Anschließend gab uns dann ein Mitarbeiter des Hauses, Staatsanwalt Boecker, einen Überblick über das bayerische Gerichtswesen an sich und über die konkreten Aufgaben des Justizministeriums und dessen hierarchische Ordnung.

Direkt im Anschluss konnten wir uns über das gängige Jugendstrafrecht bei Frau Wolfer- Stetter, ebenfalls Staatsanwältin des Justizministeriums, informieren.

Ein erstes Highlight des Tages war, dass ich der stellvertretende Pressesprecher Dr. Christ Zeit für uns genommen hatte. Er konnte uns einen lebendigen Eindruck darüber geben, was für Aufgaben der Justizminister zu bewerkstelligen hat und wie die Presseabteilung eng mit dem Minister zusammenarbeitet, um ein adäquates Meinungsbild nach außen vertreten zu können. Dabei erfuhren wir, dass der Justizminister extrem viel unterwegs ist und daher überwiegend im Auto arbeiten muss, das somit auch als komplett eingerichtetes Büro fungieren muss, so dass er bisweilen dort fast schon „lebt“, um allen Anfragen und Anforderungen gerecht werden und trotz größerer Distanzen auch überall präsent sein zu können.

Leider konnten wir Herrn Prof. Dr. Bausback nicht persönlich begrüßen, da er zu dieser Zeit das Amtsgericht in Weißenburg besuchte und dort den neuen Eingangs- und Sicherheitsbereich eröffnete. Dennoch ermöglichte es uns Dr. Christ, das Büro des Ministers in Augenschein nehmen zu dürfen (siehe Bild).

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es zeitlich eng getaktet in die Staatskanzlei, in der uns Frau Oertel äußerst fachkundig durch die einzelnen Bereiche führte. Wie es sich anfühlt, auf dem Platz von Herrn Seehofer zu sitzen, durften wir dann ebenfalls noch erproben, um anschließend im Raum der Pressevertreter die Eindrücke des Tages noch abzurunden.

Wir sind uns alle einig, dass diese Exkursion eine Bereicherung darstellt und hoffen, auch zukünftig wieder derartige Veranstaltungen wahrnehmen zu können.

 

Claudia Fischer und Thomas Görtler