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„Es gibt so viele Chancen in diesem Land!“

Exkursion in den bayerischen Landtag
Mit diesen ermutigenden Worten von Maximilian Deisenhofer (Bündnis 90/Die Grünen) lässt sich die Exkursion der SWG-Klassen 9a und 9b des Leonhard-Wagner-Gymnasiums in den Bayerischen Landtag treffend zusammenfassen. Deisenhofer betonte nicht nur die vielfältigen Möglichkeiten, die unsere Gesellschaft jungen Menschen heute bietet, sondern erteilte auch Politikverdrossenheit und pessimistischen Haltungen eine klare Absage. Gleichzeitig wurde deutlich, wie viele Chancen dieser Tag den Schülerinnen und Schülern selbst eröffnete.
Zu Beginn stand eine typische Schülerfrage im Raum: „Ist Markus Söder heute da?“ – eine ideale Gelegenheit, um die Unterschiede zwischen Exekutive und Legislative zu klären. Schnell wurde deutlich: Als Ministerpräsident gehört Markus Söder der Exekutive an und arbeitet in der Staatskanzlei, während der Landtag als Legislative eigene Aufgaben erfüllt. Im anschließenden Vortrag erhielten die Klassen spannende Einblicke in die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Parlaments. Dabei wurde unter anderem thematisiert, dass dort, wo Frauen zur Wahl stehen, auch Frauen gewählt werden – gleichzeitig ist ihre Beteiligung insgesamt rückläufig, während konservative Parteien an Einfluss gewinnen. Auch die Entwicklung der Altersstruktur (etwa in den Jahren 1954 und 2001) sowie die Vielfalt der vertretenen Berufsgruppen wurden thematisiert. Ein besonderes Highlight war die Teilnahme an zwei Ausschusssitzungen. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler politische Entscheidungsprozesse live miterleben. Im anschließenden Gespräch mit den Abgeordneten Caroline Trautner (CSU) und Maximilian Deisenhofer stellten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche interessierte Fragen: zum persönlichen Werdegang der Politikerinnen und Politiker, zum Frauenanteil im Landtag, zum Wahlalter ab 16 oder auch zu aktuellen gesellschaftlichen Themen wie der Debatte um Windräder. Besonders einig war sich die Gruppe bei der Frage nach der Regulierung sozialer Medien – hier sprachen sich alle für eine stärkere Kontrolle für Jugendliche aus. Auch Programme wie „Bavaria ruft“ oder der Girls’ Day wurden vorgestellt und verdeutlichten, wie vielfältig die Möglichkeiten für junge Menschen sind, sich politisch und gesellschaftlich zu engagieren. Deisenhofer machte dabei deutlich: Für diese Generation stehen viele Türen offen – in einem friedlichen Land, das Chancen bietet und keinen Anlass für Resignation gibt. Abgerundet wurde der Tag durch eine historische Führung durch das Landtagsgebäude sowie ein gemeinsames Mittagessen.
Am Ende bleibt die Erkenntnis, die Caroline Trautner treffend formulierte: „Manchmal muss man einen Anfang machen, und man kommt mit kleinen Schritten zum Ziel.“ Für die Schülerinnen und Schüler war dieser Besuch genau ein solcher Schritt – ein wichtiger Beitrag zu ihrer politischen Bildung, den sie engagiert nutzten und sichtlich wertschätzten.
Annika Dietmayer und Madeline Rohrmann
Bilder: © Madeline Rohrmann

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