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Mentoringtag stärkt Verantwortung und Teamgeist

Schülerinnen und Schüler lernen, wie sie andere beim Lernen und in schwierigen Situationen unterstützen können.
Mentor zu sein, heißt mehr als nur Ratschläge zu geben: es bedeutet, zuzuhören, zu unterstützen und anderen Wege aufzuzeigen, wie sie selbst Lösungen finden können. Um genau das ging es am Mentoringtag am 6. Februar 2026.
Schon am frühen Morgen trafen sich 19 engagierte Schülerinnen, um sich in ihrer Rolle als Mentorinnen weiterzuentwickeln. Ziel des Projekttages war es, sie darin zu stärken, Verantwortung für jüngere Mitschülerinnen und Mitschüler zu übernehmen und sie sowohl beim Lernen als auch im Schulalltag und bei persönlichen Krisen zu begleiten.
Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Herrn Richter und einer Einführung in das Mentoring-Konzept wurde auf die Themen Haltung und Mindset eingegangen. Danach arbeiteten die Teilnehmerinnen sofort praxisnah. In Gruppen beschäftigten sie sich mit pädagogisch‑psychologischen Fallbeispielen: Wie reagiert man auf Motivationsprobleme? Was tun bei Lernschwierigkeiten? Wie kann ich einem jüngeren Schüler helfen, der gemobbt wird? Und wie kann man helfen, ohne zu bevormunden? Gemeinsam wurden erste Lösungsansätze entwickelt, bereitgestellte Materialien gesichtet und eigene Ideen gesammelt.
Ein Highlight des Vormittags war der Fachvortrag zum gehirngerechten Lernen von Dr. Armin Bergmann. Die Jugendlichen erfuhren, wie das Gehirn Informationen verarbeitet, warum Wiederholungen wichtig sind und welche Lernstrategien langfristig erfolgreich sind. Viele waren überrascht, wie stark Emotionen und Motivation den Lernerfolg beeinflussen und konnten auch für ihr eigenes Lernverhalten noch den ein oder anderen Tipp mitnehmen.
Nach der Pause folgte ein besonders sensibler Themenblock: der Workshop „Helfen in seelischer Not“ von Ufuk Calisici. Hier ging es nicht um Noten oder Hausaufgaben, sondern um das Wohlbefinden von Mitschülerinnen und Mitschülern. Die Jugendlichen lernten Warnsignale zu erkennen, zuzuhören und Grenzen der eigenen Verantwortung einzuschätzen. Deutlich wurde bei alldem nämlich auch: Mentoring bedeutet nicht, alle Probleme selbst zu lösen. Die Mentorinnen wurden darin geschult, wann sie Lehrkräfte oder das Beratungsteam des LWG einschalten sollten.
Der Tag zeigte eindrucksvoll, wie Schule soziale Kompetenzen fördern kann. Denn die Mentorinnen nahmen nicht nur Lernmethoden mit, sondern auch wichtige Fähigkeiten für das Miteinander: entscheidend für ein erfolgreiches Mentoring sind Empathie, Geduld, das passende Mindset und die Bereitschaft, für andere da zu sein. So trägt das Mentoringprogramm am LWG wesentlich zu einem positiven Schulklima und einer starken Schulgemeinschaft bei – für die Jugendlichen ist es zugleich eine Erfahrung, die weit über den Unterricht hinausgeht.
Mein besonderer Dank gilt den beiden Referenten und den hochmotivierten Schülerinnen!
Bettina Schaumann
Bild: © Bettina Schaumann
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